01. September 2010
Clinicum Medizin Medien Austria
Die tiefe Gehirnstimulation ist mittlerweile eine etablierte und häufig verwendete Therapiealternative zur Behandlung von Parkinson-Patienten in fortgeschrittenen Erkrankungsstadien. Die neuen Konsensusrichtlinien der österreichischen Parkinson-Gesellschaft sollen ein standardisiertes Vorgehen sicherstellen. Es gibt eine ständig wachsende Zahl von Zentren (in Österreich mittlerweile vier), an welchen das populäre Therapieverfahren der tiefen Gehirnstimulation angewendet wird.
Heidelberger Max-Planck-Forscher präsentierten eine neue Methode, mit der man die biochemische Aktivität verschiedener Nervenzellen im Gehirn gleichzeitig beobachten kann.
"Die Akuttherapie des agitierten psychiatrischen Patienten erfolgt häufig unter Zeitdruck und zudem oft gegen seinen Willen", erklärt Univ.-Prof. Dr. Friedrich Rous, Facharzt für Gerichtsmedizin sowie für Neurologie und Psychiatrie, Oberarzt an der Universitätsklinik für Psychiatrie, Graz.
Die Gesundheitsökonomie verzeichnet - oft zum Leidwesen der Mediziner - einen Aufschwung. Da die Aufwendungen für Arzneimittel ebenfalls beträchtliche Steigerungen aufweisen, etabliert sich die Pharmakoökonomie aus nahe liegenden Gründen als Subdisziplin.
Schlaganfall: Neuer Kongress bringt frischen Wind
Im burgenländischen Pamhagen wurde vom 23. bis 28. Mai 2004 der Schlaganfall-Kongress "Brain Days" abgehalten.
Hypnose gilt als eines der ältesten Heilverfahren. Hypnotische Heilbehandlungen wurden in Mesopotamien ebenso angewendet wie von ägyptischen Priestern. Paracelsus etwa berichtet von Kärntner Mönchen, die Kranke durch glänzende Kristallkugeln blicken ließen, wobei die Patienten in tiefen Schlaf gesunken seien. Am Beginn des 21. Jahrhunderts erlebt die Hypnose in Medizin und Psychotherapie eine Renaissance.
Sucht ist immer noch weit gehend gesellschaftlich stigmatisiert. In einer Gesellschaft, in der auch "neue" Suchtformen wie Spiel-, Internet-, Kauf- und Arbeitssucht zunehmend ins Blickfeld rücken, steigt der Bedarf an erweiterten Therapieangeboten.
Ein niedriger IQ-Wert war mit einem erhöhten Risiko für Schizophrenie, schwerer Depression und anderen nonaffektiven Psychosen assoziiert, allerdings nicht mit bipolaren Störungen. Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass zumindest einige Aspekte der neurologischen Ätiologie bipolarer Störungen sich von denen anderer Krankheiten unterscheiden könnten; Archives of General Psychiatry 2004;61:354-360
In älteren Menschen zeigen Atherosklerose und Depression eine Assoziation. Dieses Ergebnis steht im Einklang mit der Hypothese der vaskulären Depression. Allerdings erlaubt der kreuzsektionale Aufbau dieser Studie keine kausalen Rückschlüsse; Archives of General Psychiatry 2004; 61: 369-376.
Menschen mit einer Lippen-Gaumen-Spalte begehen überdurchschnittlich häufig Selbstmord; BMJ online
Pergolid verbessert die Messergebnisse der periodischen Extremitätenbewegungen und auch der subjektiven Schlafstörungen erheblich, die mit einem Restless-Legs- Syndrom assoziiert werden. Niedrig dosiertes Pergolid wurde gut vertragen, und die Effektivität konnte auch in Langzeituntersuchungen beibehalten werden; Neurology 2004; 62: 1391-1397

Höheres Alter, weibliches Geschlecht, Vorliegen eines Prodroms, ausgeprägteres Exanthem und stärkere Schmerzen sind unabhängige Risikofaktoren für das Entwickeln einer PHN.
Die Diagnose der MS ist eine primär klinische, dementsprechend ist die Trias subjektive Symptomatik, objektiver klinisch-neurologischer Befund und Verlaufsbeobachtung von entscheidender Bedeutung. Eine singuläre Betrachtung der Schubrate stellt kein allzu sicheres Äquivalent gegenüber der Krankheitsaktivität dar und muss in der Bewertung von Therapieerfolgen kritisch beurteilt werden.
Diabetes mellitus könnte mit einem erhöhten Risiko assoziiert sein, Morbus Alzheimer zu entwickeln. Auch könnte die Krankheit kognitive Systeme auf unterschiedliche Weise beeinflussen; Archives of Neurology; 2004; 61: 661-666
Das Restless-Legs-Syndrom ist der quälende Drang, die Beine, manchmal auch die Arme zwanghaft bewegen zu müssen. Es ist ein weit gehend unbeachtetes Syndrom geblieben, obwohl die Erstbeschreibung bereits 1685 (Willis) erfolgte. Aktuelle Strategien gegen den quälenden Bewegungsdrang.
CC psy

CliniCum psy 3/2004