01. September 2010
Clinicum Medizin Medien Austria
Auf der einen Seite gilt es, Patientenrechte zu wahren, auf der anderen Seite müssen freiheitsbeschränkende Maßnahmen zum Schutz des Patienten und anderer angewendet werden: eine stete Gratwanderung in der Psychiatrie.
Der wohl bekannteste Vertreter der deutschen musikalischen Romantik litt aus heutiger Sicht an einer bipolaren Erkrankung.
Epilepsien erhöhen das Risiko motorischer, kognitiver und affektiver Entwicklungsstörungen, von Verhaltensauffälligkeiten und sozialen Schwierigkeiten. Grundsätzlich soll daher die psychiatrische Anamnese fixer Bestandteil der klinischen Untersuchung sein.
Die bisherigen Erfahrungen mit der Therapie älterer Alkoholabhängiger zeigen generell, dass motivierte ältere Patienten durchaus eine gute Langzeitprognose haben können, wenn ihnen geeignete Behandlungsmöglichkeiten für ihre spezifischen Bedürfnisse geboten werden.
In Abhängigkeit der Akuität und des Schweregrads der Erkrankung hat die Elektrokonvulsionstherapie einen besonderen Stellenwert innerhalb der biologischen Therapieverfahren in der Psychiatrie.
Im Rahmen eines therapeutischen Paradigmenwechsels
wird bei der frühen Parkinson-Erkrankung
eine initiale Monotherapie mit Dopaminagonisten
empfohlen.

Auf der 18. Jahrestagung der Österreichischen Alzheimer-Gesellschaft, die von 19. bis 21. Mai in Horn stattfand, wurden die neuesten Ergebnisse und Trends der Alzheimer-Forschung diskutiert.
Antipsychotische Medikation in relativ niedriger Dosierung führt zu einer signifikanten Verbesserung der Symptome in einer Mehrheit der Erstepisode-psychiatrischen Patienten. In der Langzeitbehandlung verhindert Risperidon bei mehr Patienten einen Rückfall.
Unabhängig von Komorbiditäten erhöht eine Adipositas das Risiko, im späteren Lebensalter an einer Demenz zu erkranken.
Forscher der University of London untersuchten die Einflüsse von Verkehrsund Fluglärm auf die kognitive Entwicklung von mehr als 2.800 Kindern im Alter von neun bis zehn Jahren.
Bild

CliniCum psy 3/ 05