10. September 2010
Clinicum Medizin Medien Austria
Am Landeskrankenhaus Steyr wurde eine in Österreich bisher einzigartige Studie durchgeführt: Die Fehleranfälligkeit von Chirurgen wurde in Relation zur Arbeitszeit gesetzt. Das Ergebnis ist eindeutig. Übermüdete Ärzte machen wesentlich mehr Fehler.
Seit 1995 konnten Morbidität und Mortalität von HIV/Aids in den Industrieländern um rund 90% gesenkt werden. Trotzdem, eine lupenreine Erfolgsstory ist es nicht.Wermutstropfen bleiben etwa Nebenwirkungen der antiretroviralen Therapie, Adhärenzprobleme, Resistenzentwicklung, Stigmatisierung – und die Unheilbarkeit.
Auf dem Gebiet der Bandscheibentherapie lassen sich zwei Strömungen ausmachen: einerseits die Besinnung auf „klassische“ Verfahren und andererseits die Entwicklung neuer Methoden, deren Wirksamkeit noch überprüft wird.
Die medizinisch-technischen Dienste werden akademisiert. Die Ausbildung wird über Fachhochschulen erfolgen und mit dem Bakkalaureat abschließen.
Nach wie vor gestaltet sich das diagnostische und therapeutische Management bei systemischen Mykosen schwierig. Die Maxime dabei lautet: Nur die möglichst frühe fundierte Diagnostik erlaubt auch eine frühe und damit effiziente Therapie.
Die Finanzverhandlungen zwischen der Wiener Ärztekammer und dem Verband der Privatkrankenanstalten bezüglich der Erhöhung des Spitalsinfrastrukturbeitrags sind gescheitert. Jetzt könnten die Spitäler individuelle Infrastrukturbeiträge festlegen.
Die meisten Patienten mit gastroösophagealer Refluxkrankheit erleiden innerhalb eines Jahres nach Akuttherapie ein Rezidiv. In einer kürzlich veröffentlichten Studie konnte der Protonenpumpenhemmer Esomeprazol in der Erhaltungstherapie überzeugen.
Dr.Wilhelm Marhold, Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV), sprach im CliniCum-Interview über die geplante Umstrukturierung der Spitalslandschaft in der Bundeshauptstadt. Er zieht einen sportlichen Vergleich: Es werde in Wien zwar Spitzenfußball gespielt – doch der Kader ist zu groß, und die Tribünen sind baufällig.
Der kardiogene Schock ist ein Zustand mit einem Missverhältnis zwischen Sauerstoffangebot von Seiten des Herzens und Nachfrage der „peripheren“ Organe. Durch eine angebotseitige Störung kommt es zu einer kritischen Minderversorgung der Organe mit weit reichenden Konsequenzen bis hin zu Multiorganversagen und systemischer Inflammation.
In dieser Fallkontrollstudie konnte ein erhöhtes Myokardinfarktrisiko bei Einnahme von Rofecoxib, Diclofenac und Ibuprofen nachgewiesen werden. Auch andere NSAR und Naproxen scheinen mit einem eher erhöhten Herzinfarktrisiko assoziiert zu sein. Obwohl die Daten einer Fallkontrollstudie entspringen, sollte das kardiovaskuläre Sicherheitsprofil der NSAR besser untersucht und erneut beurteilt werden.
Die wiederholte Inhalation von Fluticason ist bei Patienten mit einem akuten Asthmaanfall effektiver als die Standardtherapie mit i.v. Hydrokortison. Sie führt zu einer raschen Verbesserung der Symptomatik, insbesondere bei Betroffenen mit einer ausgeprägten Obstruktion.
Bild

CliniCum 7-8/2005