10. September 2010
Clinicum Medizin Medien Austria
Seit dem Jahr 2004 sind die österreichischen Hochschulen aus der Bundesverwaltung ausgegliedert. Mit der Autonomie der Universitäten hat das Rennen um Forschungsgelder begonnen.
Im Herbst letzten Jahres wagten sich französische Mediziner an die weltweit erste Gesichts- Teiltransplantation. Drei Monate nach dem Eingriff geht es der Patientin gut. Wie lange ihr Körper das Transplantat akzeptieren wird, lässt sich aber nicht voraussagen.
Längst haben neue EDV-Technologien in die Spitäler des Wiener Krankenanstaltenverbunds Einzug gehalten. Patientendaten werden in einem Spital elektronisch gespeichert und von anderen Einrichtungen wieder abgerufen – angeblich ohne Sicherheitslücken.
Der von Jonas Salk entwickelte Totimpfstoff gegen Polio kam 1955 auf den Markt. Dieser Erfolg ermöglichte ihm, einen lange gehegten Traum zu verwirklichen: das Salk Institute, ein wissenschaftliches Utopia, wo die besten Forscher ihrer Zeit ungehindert von bürokratischem Kleinkram und zeitintensiven Lehrverpflichtungen ihrer Neugierde freien Lauf lassen können.
Epidemiologische Daten weisen darauf hin, dass eine fettarme Ernährung das Risiko für Brust- und Dickdarmkrebs sowie für kardiovaskuläre Erkrankungen reduzieren könnte. Kontrollierte Interventionsstudien wurden jedoch nie durchgeführt. Aktuell wurden nun drei randomisierte Studien publiziert, die diese Zusammenhänge an fast 50.000 Frauen untersucht haben.
Die unsichere Finanzierung des Gesundheitssystems und die steigenden Anforderungen verschärfen den Wettbewerb unter heimischen Gesundheitseinrichtungen. Der professionelle Auftritt von Spitälern und Arztpraxen ist mittlerweile ein wichtiger Überlebens- und Erfolgsfaktor. Mit überzeugenden Geschäftsberichten, Patientenbroschüren und Imagefoldern punkten Unternehmen bei wichtigen Entscheidungsträgern.
CliniCum 3/2006

CliniCum 3/2006