10. September 2010
Clinicum Medizin Medien Austria
Der Konkurrenzkampf zwischen niedergelassenem und intramuralem Sektor im österreichischen Gesundheitssystem wird härter. Aktuelle Reformstrategien stoßen auf heftige Proteste der österreichischen Ärztekammer und der niedergelassenen Fachschaft.
„Sie werden sehen, dass diese Dinge viel komplizierter sind, als wir es noch vor einigen Jahren erwartet hätten“, sagt der Wiener Neurowissenschaftler Univ.-Prof. Dr. Hans Lassmann. Denn Neurologen stehen im Fall von Multipler Sklerose oft vor dem Problem, dass sie eigentlich gar nicht sehen können, was bei ihren Patienten vorgeht.
Die EDV-Landschaft in Niederösterreichs Krankenhäusern ist extrem heterogen. Die junge Landeskliniken-Holding arbeitet neben der dringend notwendigen Standardisierung auch an Riesenprojekten wie dem Aufbau einer leistungsfähigen EDV-Betriebsorganisation und einer elektronischen Patientenakte.
Supervision in Krankenhäusern als Basis für Qualitätssicherung und Hilfe für helfende Berufe setzt sich auch in Österreich zunehmend durch.
Etwa zehn Prozent der Patienten in Hausarztpraxen sind depressiv. Zwischen vier und sechs Prozent schwer. Innerhalb der Europäischen Union leidet laut einer neuen Erhebung etwa jeder vierte Bürger an einer psychischen Störung. Am häufigsten diagnostiziert werden Depressionen und Phobien.
Seit Einführung der Vorsorgeuntersuchungen werden konservative Therapien zervikaler intraepithelialer Neoplasien und frühinvasiver Karzinome relativ häufig durchgeführt. Den Einfluss, den diese auf spätere Fruchtbarkeit beziehungsweise Schwangerschaft haben, wurde anhand einer Metaanalyse untersucht.
„Jetzt stehen wir mal zusammen auf“ oder so ähnlich heißt es häufig im Krankenhaus. Dieser Jargon des „Wir“ und andere sprachliche „Ausrutscher“ stellen ein vielfach diskutiertes Thema dar. „Oft aus Gedankenlosigkeit wird von Pflegefällen, Rentnerberg oder Patientengut gesprochen“, so Dr. Angelika Abt-Zegelin, Institut für Pflegewissenschaft.
CliniCum 4/2006

CliniCum 4/2006