01. September 2010
Clinicum Medizin Medien Austria

Die letzten Jahre brachten erhebliche Fortschritte im Verständnis der Ätiopathogenese sowie in der Diagnostik und Therapie des M. Parkinson, die im Folgenden zusammengefasst dargestellt sind.

DFP-Literatur: Fach Neurologie

In Hollabrunn ist eine einmalige Integration von sozialpsychiatrischen und psychodynamischen Ansätzen gelungen. „Beziehung statt Beschränkung“ lautet das Prinzip.
Bei Angststörungen stehen die Furcht vor einer Situation oder vor einem Objekt, aber auch unspezifische Ängste im Vordergrund. Kognitionen spielen eine wichtige Rolle in der Entstehung und Aufrechterhaltung von Angststörungen. Patienten mit Angststörungen weisen eine verzerrte und fehlerhafte Informationsverarbeitung auf.
Die palliative Therapie hat viele Aspekte. Zwei davon sollen hier besonders hervorgehoben werden: einerseits die Rolle der Betreuer und andererseits die finalen Abschnitte oder End-of-Life-Phasen am Beispiel von Patienten mit Hirntumoren.
Die fortschreitende Ausbreitung der Spielbetriebe und die Flut an modernen Spielvarianten lassen einen massiven Anstieg der Glücksspielsucht befürchten. Es fehlt an Prävention und Jugendschutzmaßnahmen.
Die Diagnose und eine adäquate Behandlung der Parkinson-Demenz sind von großer Wichtigkeit für Patienten und Betreuungspersonen. Sie erleichtern den Leidensdruck und die Alltagsbewältigung und stellen einen integralen Bestandteil des Managements von Parkinson-Patienten dar.
Lange Zeit standen die motorischen Symptome des M. Parkinson im Mittelpunkt der therapeutischen Bemühungen und des wissenschaftlichen Interesses. Es wird jedoch zunehmend klarer, dass zahlreiche nicht motorische Phänomene die Krankheit regelmäßig begleiten.
Obwohl die Diagnosekriterien der United Kingdom Parkinson´s Disease Society Brain Bank (UKPDSBB) früh erscheinende autonome Störungen als Ausschlusskriterium für die Diagnose von M. Parkinson beinhalten, kommen einige vegetative Symptome regelmäßig auch bei Patienten mit M. Parkinson vor.
Psychiatrieerfahrene als Mitarbeiter oder Leiter psychiatrischer Einrichtungen? Ausländische Modelle zeigen, dass es funktioniert.
Gliome sind die häufigsten primären Hirntumoren. Trotz multimodaler Therapie haben maligne Gliome immer noch eine schlechte Prognose. Der optimierte Einsatz aller Therapieoptionen kann jedoch zu einer signifikanten Verlängerung des Gesamtüberlebens führen.
Für die Behandlung von Psychosen, Aggression und Agitation bei Patienten mit Morbus Alzheimer werden häufig atypische Antipsychotika (zweite Generation) eingesetzt, doch deren Vorteile sind unsicher, und in letzter Zeit sind Bedenken bezüglich ihrer Verträglichkeit und Sicherheit aufgetreten.
Studien weisen darauf hin, dass ein zweiwöchiges Programm einer Bewegungstherapie (Constraint-Induced Movement Therapy, CIMT) für Patienten, die mehr als ein Jahr nach einem Insult zumindest eine minimale Handund Handgelenksfunktion haben, die Funktion der oberen Extremität verbessern kann, wobei die Verbesserungen zumindest ein Jahr erhalten bleiben.
CliniCum psy 6/06

CliniCum psy 6/06