02. September 2010
Clinicum Medizin Medien Austria
Nicht nur in Österreich, auch in den USA soll bis zum Sommer eine weitreichende Gesundheitsreform erarbeitet werden. So unterschiedlich die Systeme sind, die Probleme sind ähnlich. CliniCum sprach mit österreichischen Ärzten, die in den USA arbeiten, über die Reformpläne von Barack Obama.
In den 1960er Jahren wurden erstmals Methicillin-resistente Staphylococcus-aureus- (MRSA)-Stämme beschrieben. Heute sind multiresistente Bakterien gefürchtete Erreger von im Krankenhaus erworbenen Infektionen. Aufgrund der erhöhten Letalität ist die rasche Diagnose vorrangig, um durch adäquate Therapie und Schutzmaßnahmen eine Übertragung auf andere Patienten zu verhindern.
Die elektronische Gesundheitsakte ELGA nimmt Gestalt an: Im Vorreiterland Tirol wird zügig am Aufbau einer „­Mini-ELGA“ gearbeitet. Daten sollen bereits im Herbst fließen, während auf Bundesebene nach Anlaufschwierigkeiten gerade die ersten Umsetzungspläne erarbeitet werden.
Im Gegensatz zu Österreich werden die Kosten für Pneumokokkenimpfungen bei Kleinkindern in vielen europäischen Ländern erstattet. Durch eine Impfung lassen sich neben den invasiven Infektionen, wie mitunter lebensbedrohlichen Meningitiden, auch Mittelohrentzündungen verhindern, sagt Univ.-Prof. Dr. Ingomar Mutz, Vorsitzender des Impfausschusses des Obersten Sanitätsrats, im Gespräch mit CliniCum.
Akupunktur ist eine beliebte Alternative zur Therapie von chronischen Schmerzen im unteren Rückenbereich. Europäische Studien konnten kürzlich belegen, dass eine echte Akupunktur einer simulierten Akupunktur in Bezug auf einen kurzfristigen Behandlungserfolg überlegen ist. Andere Untersuchungen weisen darauf hin, dass der Erfolg der Behandlung unabhängig davon ist, wo und wie tief die Nadeln gesetzt werden. Eine randomisierte, kontrollierte, doppelt verblindete USamerikanische Studie verglich nun mehrere Akupunkturformen (individualisiert, standardisiert oder Scheinakupunktur) gegenüber einer herkömmlichen Behandlung.
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CliniCum 6/2009