02. September 2010
Clinicum Medizin Medien Austria
Psychiatrische Erkrankungen sind zwischen den Geschlechtern ungleich verteilt. Eine mögliche Ursache ist der Einfluss der Sexualhormone auf die Gehirnstruktur und neuronale ignalübertragung. Ein Überblick der Interaktion zwischen Sexualhormonen und Gehirn sowie Implikationen für die Behandlung psychiatrischer Erkrankungen bei Frauen.

DFP-Artikel: Fach Psychiatrie

Macht uns die Umwelt seelisch krank oder sind es doch die Gene? Jüngste epidemiologische Studien sprechen für eine differenzierte Gen-Umwelt-Interaktion. Ein einzelnes Depressions- oder Schizophrenie- Gen gibt es mit Sicherheit nicht.
Ein eklatanter Mangel an niedergelassenen Fachärzten, eine Bettenkapazität, die mittlerweile die Untergrenze erreicht hat, oder die dringend nötige Einrichtung von Krisendiensten: In allen Bundesländern bleibt für die Psychiatrieplanung viel zu tun.
Bei den Unterbringungen und im Maßnahmenvollzug steigen die Zahlen kontinuierlich. Woran das liegt und ob die Unterbringung im Schnitt zu kurz oder der Maßnahmenvollzug gar zu lange dauert, diskutierten Experten in Wien.
Einer neuen Metaanalyse zufolge reduzieren moderne Antidepressiva die Suizidgefahr bei Erwachsenen fast um die Hälfte. Dies widerspricht den bisher vorliegenden Daten, die einen solchen Einfluss nur bei älteren Menschen belegten.
Nicht alle milden Kognitionsstörungen bei älteren Menschen müssen medikamentös behandelt werden. Die Kunst besteht darin, jene Patienten zu identifizieren, bei denen sich schwerere Verlaufsformen abzeichnen. Was die Therapie von Morbus Alzheimer betrifft, zeigen alle zugelassenen Acetylcholinesterasehemmer annähernd gleiche Wirksamkeit.

Demenzkranke Menschen benötigen nicht nur antidementive Therapie, sondern oft auch Psychopharmaka. Was bei der Verschreibung von Antipsychotika und Antidepressiva bei Demenzerkrankungen zu beachten ist.
Epilepsiepatienten leiden signifikant häufiger an Schlafstörungen als die Allgemeinbevölkerung. Umgekehrt kann ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus bei Epilepsiepatienten Anfälle hervorrufen. Eine Zusammenschau schlafbezogener Epilepsiesyndrome und ihre Auswirkungen auf die Schlafarchitektur.
Bei Personen mit Schizophrenie gehen Experten davon aus, dass sie ein vier- bis sechsfach höheres Risiko besitzen, gewalttätige Verbrechen zu begehen, als Personen ohne diese Störung. Die vorliegende Studie untersuchte bei Schizophreniepatienten das Risiko, ein Gewaltverbrechen zu begehen, und inwieweit Drogenmissbrauch dieses Risiko beeinflusst.
Bild
CliniCum neuropsy6/07